Albristhore

Skitour durchs liebliche Färmeltal von Norden auf das 2'762 Meter hohe Albristhore.

Die letzten Meter auf dem Ostgrat zum Gipfel des Albristhore
Die letzten Meter auf dem Ostgrat zum Gipfel des Albristhore

Montag, 02. März 2026

Es war bereits März, und eine erste Skitour in dieser Saison liess noch immer auf sich warten. Endlich jedoch passten die entscheidenden Faktoren Wetter, Schnee und eine akzeptable Lawinensituation zusammen. Also machte ich mich gemeinsam mit Sandro auf den Weg ins Berner Oberland.

Im Hotel Aeschi Park in Aeschi bei Spiez bezogen wir ein geräumiges Zimmer zu einem sensationellen Preis-Leistungs-Verhältnis. Von Spiez aus bot sich mit dem Simmen-, Entschligen- und Kandertal eine geografisch hervorragende Auswahl an möglichen Skitourengebieten.

Auf geht es: Wir starten im lieblichen Färmeltal.
Auf geht es: Wir starten im lieblichen Färmeltal.

Unser heutiges Ziel war das 2'762 Meter hohe Albristhore (ZS+), das im Obersimmental zwischen Zweisimmen und Lenk thront. Als Ausgangspunkt diente uns der Färmeltal-Kessel, den man durch eine enge Strasse nördlich von Matten erreicht.

Die Zufahrtsstrasse war glücklicherweise bis «Am vordere Berg» auf 1'650 Metern geöffnet. Die warmen Temperaturen der letzten Wochen hatten dem Schnee stark zugesetzt und so war die Strasse wieder geöffnet. Uns sollte es recht sein, denn von hier aus warteten immer noch gut 1'100 Höhenmeter Aufstieg bis zum Gipfel auf uns.

Das Albristhore rechterhand.
Das Albristhore rechterhand.
Am Ostgrat
Am Ostgrat

Just als wir losliefen, brachen die ersten Sonnenstrahlen über den Grat des Gsür-Massivs und liessen das liebliche Färmeltal in seiner winterlichen Idylle erstrahlen. Wir peilten Pt. 1736 an und folgten anschliessend der im SAC-Tourenportal beschriebenen Abfahrtsvariante östlich des Biregrabens. Hier existierte bereits eine gut angelegte Spur, die in konstantem rund 30° steilem Gelände hinauf zum Ostgrat des Albristhore führte. Der finale Grataufstieg wurde zum Schluss ziemlich steil (bis knapp 40°), weshalb wir die letzten Meter zu Fuss zurücklegten.

Nun folgten wir dem Grat, wo gleich eine kurze ausgesetzte Stelle zu überwinden war, bevor das Gelände wieder breiter wurde. Schliesslich erreichten wir über einen steileren Gipfelhang den höchsten Punkt mit dem Gipfelkreuz. Die Rundumsicht auf die umliegende Bergwelt suchte ihresgleichen. Das Albristhore ist wirklich ein lohnenswerter Aussichtsgipfel im Berner Oberland.

Die Skiabfahrt war im oberen Teil zwischen Pt. 2414 und Pt. 2284 nur bedingt lässig. Immer wieder brachen wir in den Kurven in die harte Schneeschicht ein. Doch ab Pt. 2191, durch die Mulde «Am hindere Berg» und über den «Färmeliberg», konnten wir herrliche Schwünge durch den angesulzten Schnee ziehen.

Abfahrt im Färmeltal.
Abfahrt im Färmeltal.

Zurück im Hotel Aeschi Park chillten wir zunächst im Zimmer. Anschliessend besuchte ich die Sauna und schliesslich genossen wir im sehr guten Restaurant Säge, um die Ecke, ein leckeres Abendessen.

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