Falkenstein

Klettern an der Westwand des Granitfelsens Falkenstein im lieblichen Elsass.

Rüebli fürs Büebli!
Rüebli fürs Büebli!

Donnerstag, 26. April 2018

Dominik und ich hatten diesen Donnerstag, in der Hoffnung auf schönes Wetter, bereits einige Tage zuvor reserviert. Wir spielten mit dem Gedanken irgendwo in den Voralpen eine Tagestour zu unternehmen. Doch am Vorabend war der Wetterbericht für unsere Region, den Südschwarzwald und das Elsass am besten.

Wir entschieden uns für letzteres, genau genommen für den Kletterspot Falkenstein oberhalb von Sélestat bei Colmar. "Klettern zwischen Rebbergen und Schlössern", so wirbt das Elsass ungelogen mit ihren hervorragenden Kletterspots. Schon öfters waren wir in dieser lieblichen Gegend unterwegs und freuten uns entsprechend auf den Tag.

Und Step nach links...
Und Step nach links...

Die Fahrt dahin dauerte eine gute Stunde und der Waldweg hinauf zum Wanderparkplatz nochmals 10 Minuten. Als wir ankamen, standen bereits einige Autos an dem lauschen Plätzchen, wo es sich auch sehr gut im Bus übernachten lässt.

Der Zugang zum Fels erfolgt von dort in circa 30 Minuten durch dicksten Wald in Richtung "Kapelle". Als wir schliesslich die Lichtung erreichten, thronte der mit passendem Namen bezeichnete Falkenstein ins Land hinaus.

Der Falkenstein befindet sich mitten im Wald.
Der Falkenstein befindet sich mitten im Wald.

Beste Felsqualität im grobkörnigen Granit erwartete uns! Doch wie vermutet waren wir heute nicht alleine hier, obwohl es Mitte der Woche war. Doch den südlich ausgerichteten Sektor "Paroi est" hatten wir für uns alleine.

So genossen wir den Tag und kletterten die folgenden Routen:

  • Fréquences schnebes (5b)
  • Le dièdre au tronc (5b+)
  • Dévitation (6a)
  • Le toit (6a+)
  • L'ochs (6b, Nachstieg)
  • Baby-Boom (6a+)
  • Comme au foot (4a)
Olli in Dévitation...
Olli in Dévitation...
und in Le toit.
und in Le toit.

Als wir jeweils die Abseilvorrichtungen erreichten, bot sich uns eine prächtige Aussicht auf die umliegenden Dörfer und Schlösser! Zu erwähnen gibt es noch die top unterhaltenen Stände, Routen und Zugänge. Der CAF Strasbourg nimmt hier seine Aufgabe vorbildlich war. Ein herzliches Dankeschön.

Nach einem Feierabendbierchen wanderten wir zurück zum Auto, wo wir eigentlich noch unsere Steaks grillieren wollten. Doch irgendwie war es im Wald ohne Sonne zu frisch und ungemütlich. So fuhren wir in Richtung Schweiz zurück und fanden kurz nach Colmar noch ein ruhiges Plätzchen, um den Grill auszupacken und das Abendessen herzurichten.

Aussicht ins Grüne.
Aussicht ins Grüne.
Dominik in Comme au foot
Dominik in Comme au foot

Bis das Fleisch "durch" war, stellten wir noch Dominiks neues Expeditionszelt probemässig auf. Denn bald würden wir ein mehrtägiges Alpentrekking fernab der normalen Routen unternehmen. Und da mussten wir sicher sein, dass alles komplett und einsatzbereit war.

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